zurück zur Programmübersicht
Intensiv-Kurs18.06.2015 - 18.00 - 19.30 Uhr, 90 min.

IK 6.2.1 - Wenn der Staatsanwalt ermittelt: Wäre der Dekubitus vermeidbar gewesen?

Raum: L+F Raum 2+3 (P 90)

Leitung
Beschreibung
Im Dezember 2010 veröffentlichte das AQUA – Institut die Ergebnisse der Bundesauswertungen zur Dekubitus-Entwicklung in deutschen Krankenhäusern. In der häuslichen Umgebung, im Rettungsdienst oder in stationären Pflegeeinrichtungen sind Menschen gefährdet, einen Dekubitus zu entwickeln. Individuelle Risiken des Patienten, Personalmangel, fehlende Ressourcen bei den Hilfsmitteln und mangelndes Wissen sind Ursachen bei der Entstehung von Dekubitalulcerationen. Nachfolgende gerichtanhängige Verfahren beschäftigen sich vor allem mit der Frage: Wäre der Dekubitus vermeidbar gewesen? Formal-juristisch ist er es auf jeden Fall, wenn sich durch die Pflegedokumentation nicht nachweisen lässt, dass eine mögliche Gefährdung erkannt und eine sinnvolle Prophylaxe eingeleitet wurde. Ziel: Vermittlung von Basiswissen Die Teilnehmer werden an die Arbeit und die Entscheidung eines Gutachters herangeführt. Sie können sich anhand eines „echten“ Gerichtsfalls in den Fall versetzen und per TED-Abstimmung mitentscheiden. Die Teilnehmer erfahren aktuelles Wissen und die Antwort, ob der Dekubitus mit einem anderen Tun und Handeln hätte vermieden werden können. • Fall wird vorgestellt • Welche Handlungen haben zum Patientenschaden geführt? • War der Dekubitus ein Pflegefehler? • Gab es Möglichkeiten zur Problemlösung? • War die Dokumentation aussagekräftig? Teilnehmerzielgruppe: • Ärzte • Pflegefachkräfte im stationären und ambulanten Bereich • Pflegepädagogen • Mitarbeiter in der innerbetrieblichen Fortbildung oder im Qualitätsmanagement Hinweis: Die Falldiskussion ist als Rezertifizierungs-Veranstaltung zur Erneuerung des Zertifikates anerkannt. Der Teilnehmer erhält 2 Punkte.